Aufzeichnung eines Serienmörders
Ein Monolog
Das Theaterstück basiert auf dem gleichnamigen Roman des südkoreanischen Schriftstellers Kim Young-ha.
Der Roman ist ein präzise komponierter Psychothriller und wurde 2020 mit dem 3. Platz des Deutschen Krimipreisesausgezeichnet.
Kim Young-ha lebte und arbeitete zeitweise in Kanada, den USA und Italien; heute lebt er wieder in Seoul.
Zur Inszenierung
Im Zentrum der Bühnenfassung steht ein Mann, der an fortschreitender Demenz und Alzheimer leidet – und eine dunkle Vergangenheit hat:
Er war ein Serienmörder.
Ein Raum.
Ein Schauspieler.
Allein mit seinen Erinnerungen.
Der künstlerische Fokus liegt auf Text, Körper, Licht und Projektionen.
Das Stück untersucht, wie sich Identität, Erinnerung und Moral verändern, wenn das Gedächtnis schwindet.
Die Figur ist kein Opfer – sondern Täter.
Zum Inhalt
Der Protagonist ist ein pensionierter Tierarzt, siebzig Jahre alt.
Dichten und Schreiben sind seine Leidenschaft. Nach der Alzheimer-Diagnose rät ihm sein Arzt, ein Tagebuch zu führen. Also beginnt er zu schreiben.
Sein erster Eintrag:
„Meinen letzten Mord habe ich vor fünfundzwanzig Jahren begangen. Oder waren es sechsundzwanzig?“
Was zynisch beginnt, entwickelt sich zu einem ebenso witzigen wie tragischen Spiel mit Wahrheit und Lüge, Fantasie und Erinnerung, Realität und Krankheit.
Denn die Demenz schreitet schneller voran als erwartet. Bald merkt er, wie viel ihm bereits entgleitet.
Fatal ist das vor allem, weil offenbar jemand anderes seine Rolle als Serienmörder übernommen hat – jemand, der in seinem Revier wildert.
Er fürchtet um das Leben seiner Tochter und beschließt, sie zu schützen.
„Ich muss ihn umbringen, bevor ich vergesse, was ich wollte!“
Nicht nur seine Gedanken geraten durcheinander, auch das Publikum beginnt zu zweifeln:
Was ist Wahrheit? Was Einbildung?
„Beängstigend ist nicht das Böse, sondern die Zeit. Denn gegen die sind wir alle machtlos.“
Termine & Ort
Premiere:
11.–13.08. und 25.–27.08.2026
Spielort:
WOHNZIMMER
Wilhelminenstraße 174b
45881 Gelsenkirchen
Mitwirkende
Regie & Textbearbeitung: Jens Dornheim (theater glassbooth)
Darsteller: Ulrich Penquitt (trias theater)
Fotos & Projektionen: bs-films (Fotografie & Video)
Musik: Danny-Tristan Bombosch


